Am 27. Dezember 1896 wird Carl Zuckmayer in Nackenheim, Rheinhessen geboren. Er ist der Sohn eines Fabrikanten und einer jüdisch-evangelischen Mutter.


1900-1914: Er wächst in Mainz auf. Zuckmayer besucht das Neue Gymnasium und legt 1914 ein Notabitur ab. Er meldet sich freiwillig zum Militärdienst im Ersten Weltkrieg.


1914-1918: Carl Zuckmayer dient an der Westfront im Ersten Weltkrieg. Er veröffentlicht erste Gedichte in verschiedenen Zeitungen.


1920: Zuckmayer studiert in Heidelberg und Frankfurt am Main (Jura, Nationalökonomie, Literatur- und Kunstgeschichte sowie Biologie und Zoologie). Zuckmayers Drama Kreuzweg wird am Staatlichen Schauspielhaus in Berlin uraufgeführt. Er heiratet Annemarie Ganz.


1921 – 1925: Zuckmayer lässt sich von Annemarie Ganz scheiden. Er schlägt sich mit Gelegenheitsarbeiten durch. Der Schriftsteller geht nach Kiel ans Stadttheater, um an einer Neuinszenierung der Komödie Eunuch von Terenz zu arbeiten.

Er arbeitet in München und Berlin als Dramaturg (u.a. mit Bertolt Brecht). Carl Zuckmayer heiratet seine zweite Frau, die Wiener Schauspielerin Alice Frank, geb. Herdan. Er schafft 1925 seinen Durchbruch mit der Komödie Der fröhliche Weinberg.


1926 – 1930: Er kauft ein Haus in Henndorf bei Salzburg. Im Jahr 1927 feiert er mit seinem Stück der Schinderhannes einen großen Erfolg. Sein Werk Katharina Knie (1928) erscheint. Er schreibt das Drehbuch zum Film Der blaue Engel. Im Jahr1929 erhält er den Georg-Büchner Preis.


1931: Sein Erfolgsstück Der Hauptmann von Köpenick wird uraufgeführt.


1932 – 1933: Er kritisiert die Nazis insbesondere auch Joseph Goebbels. Zuckmayer bekommt Aufführungsverbot. Er verlässt Deutschland und zieht nach Henndorf um. Seine Werke werden in Deutschland verboten.


1938 – 1946: Carl Zuckmayer flieht über Zürich in die USA. Er lebt und arbeitet in Hollywood und in New York. Zusammen mit seiner Frau kauft er eine Farm in Vermont. Sein Geheimreport für das Office of Strategic Services (OSS) entsteht.

Er kehrt für den ersten Amerikanischen Auslandsgeheimdienst (OSS) nach Europa zurück. Zuckmayers Stück Des Teufels General wird 1946 in Zürich uraufgeführt. Er erhält die US-amerikanische Staatsbürgerschaft.


1950 – 1957: Zuckmayers Dramen Der Gesang im Feuerofen (1950) und Das kalte Licht (1955) erscheinen. Ihm wird 1955 das Große Bundesverdienstkreuz mit Stern verliehen. Er kauft in Saas-Fee im Schweizer Kanton Wallis ein Haus.


1962: Zuckmayer erhält die Ehrenbürgerschaft der Stadt Mainz.


1966 – 1967: Er nimmt die Schweizer Staatsbürgerschaft an. Seine Autobiografie Als wär’s ein Stück von mir erscheint. Zuckmayer befreundet sich mit Karl Barth.


1977: Carl Zuckmayer stirbt am 18. Januar 1977 in Visp in der Schweiz. Er wird auf dem Friedhof in Saas-Fee (Schweiz) bestattet.